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Mein Element?!

Heute hab ich meine Umzugskisten mal Umzugskisten sein lassen und darauf vertraut, dass die schon nicht weglaufen, wenn sie noch einen Tag unausgepackt hier rumstehen.
Im Grunde sollte ich das noch eine Weile tun und dann mal gucken, an welche ich eigentlich eh nicht gehe und das Zeug dann gleich drin lassen oder in einer friedlichen Minute aussortieren und verschenken oder entsorgen.
Aber das nur am Rande.

Jedenfalls hatte ich heute eben ein bisschen Zeit für mich, zum lesen, in der Sonne liegen und im Internet surfen.
Dabei fand ich folgenden kleinen Text:
KLICK!
Er hat mich zum Einen in manchen Teilen an das Lied "Das Wasser" von den Wise Guys erinnert, welches ich wiederum stark mit der nicht ganz einfachen Zeit im letzten Jahr verbinde.
Beides geht darum, sein Wasser, also sein Element zu finden.
Und dann reinzuspringen.

Wenn das mal immer so einfach wäre!
Gut, rein beruflich war es das für mich letztlich schon.
Den einen Job auslaufen lassen, den anderen suchen und zum Glück auch finden.
Und siehe da: ich gehe wieder gerne arbeiten und freue mich auch jetzt in den Ferien schon wieder darauf, meine Kids nach den Ferien wiederzusehen.
Klingt doch sehr nach "Element gefunden", oder?
Einziger kleiner Haken: mein Element ist befristet bis Ende November. Danach geht es hoffentlich weiter. Vielleiht aber auch nicht.
Also ist nix mit reinspringen und wohlfühlen.
Zumindest nicht auf Dauer.
Das wiederum hat Auswirkungen auf das Element "Wohnen". Meine Wohnung hier ist toll. Im Heimatort und mit Menschen, die mir wichtig sind, in erreichbarer Nähe.
Doch wie lange werde ich hier wohnen können?
Finde ich Stellen, die mir das ermöglichen?
Und was ist, wenn mein Freund schon bald woanders einen Job findet? Sollte es irgendwie möglich sein, möchte ich ja nicht wieder dauerhaft so weit von ihm weg wohnen. Also Zelte abbrechen und hinterher. Nomadendasein.

Und überhaupt: was genau ist mein Element?
Klar, ich mag meinen Job schon.
Aber ich mag auch tausend andere Dinge, würde Vieles gerne ausprobieren. Ich bin zum Beispiel gerne kreativ, auch mal nachdenklich (wie jetzt), und es gibt mancherlei Idee, die ich gerne realisieren würde.

Wenn man denen traut, die mich bewerten, bin ich für meinen Job nicht optimal geeignet. Allenfalls gut für die Ersatzbank.
Gut, fragt man die Kinder, sieht das Urteil anders - in diesem Falle deutlich besser - aus.( O-Ton: "Also, _ich_ fand dich gut!")

"Mach kleine Schritte und finde dein Wasser."
Ich weiß nicht, wie's euch geht, aber mir fallen kleine Schritte oft wirklich schwer.
Manchmal kann es mir nicht schnell genug gehen. Ich möchte Klarheit und keinen langen Weg ins Ungewisse.
Und wer sagt mir, wo und was "mein Wasser" ist?
Oder ist es plötzlich da und dann merke ich das schon?
Hüpfe ich auf dem Weg vielleicht in kleine, erfrischende Seen und vergesse das Meer, auf das ich zustrebe?
Oder übersehe ich, dass auch ein kleiner See mein Wasser sein kann, während ich denke, es müsse das Meer sein?

"Spring. Und schwimm!"
Problem: momentan hab ich das Gefühl, sobald ich gerade gemütlich schwimme, werd ich rausgezogen und kann mir ein neues Wasser suchen. Trotzdem genieße ich das Schwimmen total, aber es bleibt eben die Unsicherheit, wie lange ich es genießen kann. Und wie es dann weitergeht.
Wo ist das Wasser, wo ich bleiben kann?
Oder ist gerade diese Unstetigkeit das, was sich irgendwann als mein Element herausstellt?
Im Moment fühle ich mich darin nicht immer wohl.

Voll zustimmen kann ich hingegen folgendem Satz:
"...wie wichtig das Umfeld ist, ob das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt."
Ein Freund und ich haben erst kürzlich wieder festgestellt, dass das, was wir richtig gut können, z.B. aber leider nirgendwo Prüfungsgegenstand ist und es eigentlich keinen Beruf gibt, der das, was wir können, wirklich abdeckt.
Natürlich ist aber das Leben nicht nur der Beruf und es könnte ja möglich sein, dass die außerberuflichen Teile des Lebens das abdecken, was im Beruf nicht gefragt ist.
Allerdings könnte ich noch nicht einmal das benennen, was momentan noch fehlt.
Außer der Sicherheit, wie es weitergehen wird. Die hätte ich gerne.
Wobei, wenn man's genau nimmt: Meine diesbezügliche Unsicherheit ist ja schon ziemlich sicher im Moment...

Ich bin gespannt, wann und wo ich mein Wasser finden werde. Und freue mich auf's Abtauchen und "drin" sein. Aber davor liegt wohl noch ein bisschen Suche und das Planschen in der ein oder anderen Pfütze...

Pingu-Huhn am 13.4.09 20:07

Letzte Einträge: Eben gefunden..., Weiter geht's... Lampe, die Zweite, Lampe, die dritte: q.e.d., Immer wieder sonntags..., Da staunt der Laie..., No comment...

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Inga (13.4.09 21:07)
ich schwimm ja nun schon ziemlich lange im gleichen Gewässer.. aber ob das noch wirklich lange weiter gehen wird, ist ja immer wieder unklar.
Hilft auch nicht..

Irgendwann werden wir das richtige für uns finden, was dann auch für lange ist. Das weiß ich.. hoffentlich eher früher, als später..


wibi (13.4.09 23:11)
Ich habe auch in einer kleinen Pfütze das Schwimmen gelernt... Zwischendurch durfte ich mich dann auch in einem See austesten, wurde aber ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen und musste wieder in die Pfütze.... Mittlerweile darf ich wieder im See schwimmen und fühle mich sehr wohl dort.

Irgendwie möchte ich auch noch gar nicht ins große weite Meer... (Auch wenn ich dort ein BO sehe, welches ich gern mal berühren möchte )
Denn wo kann man noch hin wollen, wenn man erst im großen weiten Meer ist? Und was, wenn man im großen weiten Meer ist und eigentlich aber dazu noch nicht bereit ist? Dann landet man ganz schnell bei P.Sherman, 42 Wallaby Bay, Sidney.... Und um dort wieder heraus zu kommen, muss man ganz schön ackern.
Also lieber alles schön der Reihe nach und mit der Zeit...

Viele Grüße vom See (auf dem ich mir heute nen ganz schön ordentlichen Sonnenbrand geholt habe!)

Wibi
(die übrigens gerne deine nachdenklichen Zeilen liest!)


isch (14.4.09 08:21)
Wow.

Ich fühle mich im Moment eher in einem Fluss, der manchmal ganz schön breit und unübersichtlich ist, manchmal sehr seicht, dass ich kaum drin schwimmen kann. Aber er trägt mich immer weiter. Ob am Ende ein See, oder ein Meer ist weiß ich jetzt noch nicht. Aber manchmal muss ich aufpassen, den richtigen Flussarm zu erwischen, sonst muss ich Umwege machen.
Im Herbst kommt erstmal ein Stausee, auf den ich mich sehr freue. Danach bleibt abzuwarten, wie stark die Strömungen sind, und wie viele Klippen im Weg stehen, auf meinem Weg zu ruhigeren Gewässern.

Danke, für den Denk-Anstoß!


SuZi (14.4.09 19:57)
Ich sitz im Moment noch mitten in einer Pfütze, kann aber das Ufer schon mehr als deutlich sehen. Und ich hab keine Ahnung, in welche Art von Pfütze es mich im Herbst, oder spätestens in einem Jahr, verschlagen wird. Ich nehme aber an, dass es eher viele kleine "Nichtschwimmer-Pfützen" sein werden als sofort das große weite Meer.
Und wenn man sich in der Pfütze gerade wohlfühlt, sollte man sich dann doch nicht allzuviele Sorgen machen, wie lang man in ihr bleibt, oder ob danach noch eine Pfütze oder das Meer kommt. Lieber viele kleine Pfützen die Spaß machen, als sofort ins große Meer, und dann dort untergehen. Finde ich zumindest.
Fröhliches Plantschen!