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Also, eigentlich wollte ich ja gar nicht...

Den ersten zwei angebotenen Karten für das Konzert gestern im Bonner Pantheon habe ich auch tapfer widerstanden.
Dann kam die dritte. Ermäßigt, daher billiger.
Da bin ich dann doch schwach geworden.
Und was soll ich sagen?
Es hat sich gelohnt!

Aber ich fang mal vorne an, wozu ich sagen muss, dass die Liedreihenfolge evtl. manchmal ein wenig vertauscht ist, da ich nicht mitgeschrieben habe und sie daher nur aus dem Kopf rekonstruiere.

Und zwar fange ich vor dem Eingang zum Pantheon an, wo Isch und ich auf unsere edlen Kartenüberbringer warteten, während sich im Vorraum des Pantheons die Massen ansammelten, die das Konzert ebenfalls besuchen wollten.
Irgendwie war's kalt da draußen.
Kurz bevor wir festfroren, was wir zuvor durch seltsame Gesänge und Herumgehampel verhindert haben, kamen unsere lieben Kartengeber. Es wurden in einem komplizierten Verfahren Geld, Tee und Konzertkarten ausgetauscht, bis jeder das hatte, was er brauchte und wir bereit zum Hereingehen waren.
Netterweise hatte Niko uns ein paar Plätze freigehalten, so dass wir in der ersten Reihe Platz nehmen konnten.
Wir hampelten und sangen noch ein bisschen weiter, bestellten Getränke und deckten sie ordnungsgemäß mit Bierdeckeln ab, "damit die auch mal leer werden" (O-Ton Dän später im Konzert).
Irgendwann war's dann kurz nach 20 Uhr und Eddi kam auf die Bühne.
Da dieselbe ja mit Kulissen für eine Show nach Weihnachten schon komplett zugestellt war, dachten wir uns zuerst: "Oh, ist wohl zu eng für fünf! Na ja, dann eben nur einer!"
Als Eddi aber mit dem Opener A loslegte, ahnten wir schnell, dass er doch nicht alleine auf der Bühne bleiben würde. Die war ja schließlich riesengroß und er so alleine...
Nach und nach kamen also die anderen Jungs dazu, bis alle da waren und der Opener B begann.
Das war der Zeitpunkt, zu dem klar wurde, dass dies ein tolles Konzert werden musste.
Während nämlich 4 der Jungs brav die erste Strophe sangen, trällerte Clemens munter die zweite, bis Eddi ihm so laut die erste Strophe ins Ohr sang, dass Clemens es bemerkte und alle zum ersten Mal lachen mussten. Einfach klasse!
Im Anschluss kam Es ist nicht immer leicht . Dazu schreib ich jetzt nicht viel, da ich ja niemandem die Überrachung verderben will.
Es ging mit Sonnenschein weiter. Das Lied verbreite wie üblich gute Laune bei Sängern und Zuhörern und alle grinseten zufrieden und beschwingt vor sich hin.
Irgendwann zwischen diesen Liedern zählte Dän die Highlights des Jahres auf, zu denen auch gehörte, dass er sich in diesem Jahr in "Dresden das erste Mal auf der Bühne auf die Fresse gelegt" habe und dabei seine Hose zerrissen sei, weswegen er jetzt eine Ersatzhose trage. Dabei sei eigentlich Eddi derjenige, der immer alles kaputt mache. Man sollte also nachher aufpassen, Eddi kriege wirklich alles kaputt.
Außerdem trug Dän ein Ersatzhemd, weil das andere Hemd in der Reinigung verschollen sei, die die Sachen zwar sauber, aber nicht immer den richtigen Leuten zurückgegeben würde.
Nach Sonnenschein folgte die Publikumsbefragung und danach das Lied Sie bricht mir das Herz, da beim Publikum sehr gut ankam, da es offenbar einige Leute nicht kannten. Der von Eddi imitierte Zahnarztbohrer kam diesmal besonders gut rüber. Bei dem Geräusch wurde einem glatt ein bisschen anders...
Eddi erklärte anschließend, dass sie die Gestaltung ihrer Show bei der katholischen Kirche abgeguckt hätten, die sie alle sehr bewunderten, weil sie ihr "Publikum" einfach total im Griff habe.
Zu Beginn des katholischen Gottesdienstes ginge es ja auch immer etwas gedrückt zu, nach dem Motto "Nja, ist ja nicht so toll gelaufen, tut mir leid" und das sei der Grund, weswegen im ersten Teil der Show nun auch ein paar Balladen wären, zum Beispiel die folgende Wir hatten eine gute Zeit.
Nebenbei habe die katholische Kirche überigens schon Nebelmaschinen eingesetzt, als es sowas eigentlich noch gar nicht gab. Die seien dann immer so rumgetragen worden.
Offenbar war nach dem Lied dann aber doch mal genug Arme-Sünder-Stimmung verbreitet worden, denn mit Was für eine Nacht folgte ein Party-Lied, bei dem auf halber Strecke ein Bügel von Saris Sonnenbrille abfiel :D .
Auch wenn die "emotionale Druckwelle" nach Seemann laut Dän nicht an die in Lübeck heranreichte, war die Begeisterung auch in Bonn groß, als die ortsansässige Rheinautofähre erwähnt wurde.
Bei Jeden Samstag fingen Isch und ich bei der Stelle mit der Geflügelfraktion an, auf unseren Stühlen mit den "Flügeln" zu schlagen.
Clemens, der gerade direkt vor uns stand, was wir aber erst beim Hochschauen bemerkten, grinste uns an und nickte bedeutend zu uns herüber, so dass das restliche Publikum sich direkt mal ein Bild davon machen konnte, wie so eine Gefügelfraktion aussieht :D .
Als "Jungs aus dem Neandertal" mussten dann zwei Männer auf der anderen Seite des Publikums herhalten. Da diese sich aber im Gegensatz zu uns gesittet und friedlich benahmen, wurde die passende Veranschaulichung von Eddi und Sari geliefert.
Buddy Biber, das, so Clemens, laut Magazin-Umfrage bei allen beliebt sei, die die Pubertät gerade vor oder gerade hinter sich hätten, kam diesmal richtig gut rüber. Es sei, so Clemens, übrigens nicht geklärt, zu welcher der gerade genannten Gruppen der Komponist des Liedes zuzurechnen sei.
Bei Wo der Pfeffer wächst nutze Dän den nicht vorhandenen Platz auf der Bühne aus, um sich laufenderweise an seinenKollegen vorbeizuquetschen. Zum Abschluss des ersten Block wurde Deutschlehrerin gesungen, worauf ich auch noch nicht näher eingehe, um niemandem den Spaß zu nehmen.

Der zweite Block ging mit Nur für dich los. Clemens kam wie üblich mit bedröppelter Miene auf die Bühne, sah das lachende Publikum und... verschwand wieder hinter der Bühne. Etwas später "traute" er sich erneut hinaus und nach einigem Schniefen und Seufzen begann er das Lied zu singen, bei dem das Publikum, obwohl jetzt keine Spezialnacht-Werbung mehr folgte, zum Mitsingen aufgefordert wurde.
Als Überraschung folgte an dieser Stelle die Romanze, bei der Clemens auf eine der Kulissen kletterte und dort mit baumelden Beinen und dem Text angemessener Mimik das Lied zum Besten gab. Echt herrlich, wie er schüchtern darauf hinwies, dass der Mond immer gleich groß sei und enttäuscht seiner imaginären Partnerin nachschaute, als die ihn letztendlich alleine zurückließ.
Ein bisschen Nachhilfe in Sachen Beziehungsgesprächen gab es anschließend mit Relativ.
Bei Paris gelang es den fünfen erstaunlich gut, die Choreographie trotz der beengten Bühnensituation durchzuziehen.
Wenn ich mich richtig erinnere, muss danach Tekkno gefolgt sein. Im Anschluss kam du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf.
Bei Sing mal wieder machte das Publikum sehr begeistert mit und ließ sich weder durch komplizierte Lautfolgen noch durch Schnelligkeit vom Singen abbringen.
Und dann folgte der Brüller des Abends. Clemens begann mit einer Ansage, in der es darum ging, dass sie ja oft von zuhause weg seien und dann ihre Frauen vermissen würden. An dieser stelle musste Ferenc aus nicht ganz ersichtlichem Grund schon loslachen. Schlimmer wurde es aber noch, als Clemens dann sagte, dass sie zum Trost ja nur sich gegenseitig hätten... Nachdem das Publikum und Clemens' Kollegen losprusteten, versuchte Clemens, sich aus der Zweideutigkeit zu befreien und sagte: "Na ja, wir reden dann...", was die Sache irgendwie nicht besser machte. Es ging so noch eine ganze Weile weiter, bis alle vor Lachen nicht mehr konnten. Keiner hatte mehr einen Plan, wohin Clemens mit seiner Ansage eigentlich wollte, als dieser dann irgendwie dazu überging, dass Frauen sich ja Tiefgang wünschten und die ganze lachende Gesellschaft mit einem verahtenden Blick bedachte, nicht ohne selbst mitzulachen. Er konnte selbst bei der Stelle, an der er nach vorne kommt und eigentlich traurig gucken soll, die Mundwinkel einfach nicht nach unten kriegen und lachte stattdessen immer noch über die Ansage.
Dän meinte im Anschluss scherzhaft, es sei wohl besser, das Konzert an dieser Stelle abzubrechen, weswegen jetzt das letzte Lied Schiller folgen würde, das auch mit der gesamten Choreographie aufgeführt würde. Trotz der Komik, die das ständige aneinander vorbei quetschen der Jungs mit sich brachte, fand ich Schiller so gut wie schon länger nicht mehr. Es hatte Schwung, war eindringlich, exakt ausgeführt, energisch und dynamisch, einfach klasse! Ach ja, irgendwann stand Sari Eddi bei der Choreographie mal kurz im Weg. Die Rache darauf war ein leicht abgeänderter Satz "Seine grauen Zellen gehör'n nicht gerade zugestellt" mit einem Fingerzeig auf Sari. :D

Als erste Zugabe gab es Jetzt ist Sommer. Zumindest sah Clemens das so, denn er legte mit dem Mundschlagzeug los. Dän sah das offenbar aber anders, er war überzeugt davon, dass sie doch erst Schunkeln singen wollten. Das musste natürlich kurz ausdiskutiert werden, während die anderen schon "Jetzt ist Sommer" weitersangen. So kam es auch, dass die Entscheidung zugunsten dieses Liedes fiel. Das Lied wurde übrigens nicht so laut und partymäßig gesungen wie sonst, sondern bewusst etwas leiser, so dass eine etwas andere, aber trotzdem sehr schöne Stimmung erzeugt wurde.
Bei Schunkeln steigerte sich Clemens richtig in seine gespielte Wut rein. Ein Junge auf der anderen Seite wurde immer kleiner auf seinem Stuhl, als Clemens sich quasi bei ihm über das Geschunkel beschwerte. An der Stelle, wo Clemens die Jungs abschreitet, während sie stramm stehen, klopfte er allen auf die Brust, nur Ferenc nicht, den er liebevoll über die Wange streichelte. Resultat war, dass dieser vor Lachen losprustete, was wiederum Clemens ansteckte, so dass die Hauptstimme des Liedes bis zum Ende vom Publikum übernommen werden musste :D.
Trotz dieser albernen, ausgelassenen Stimmung wurde es bei der letzten Zugabe ganz ruhig. Oh come all ye faithful war einfach nur schön. Natürlich könnte es qualitätiv vielleicht von ausgebildeteren Stimmen noch sauberer gesungen werden, aber ich fand gerade diese nicht ganz perfekte Version, bei der die ganze Weihnachtsfreude und die Freude am Lied selbst richtig rüberkam, wunderschön. Ein gelungener Abschluss eines tollen Konzerts!

Im Afterglow gab es kein Lied mehr. Er war aber sehr entspannt, bot die Möglichkeit zu Gesprächen mit Freunden und auch mit dem ein oder anderen Wise Guy und rundete das Konzert insgesamt sehr schön ab.

konzertsüchtiges Huhn am 21.12.07 14:53

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


SuZi (22.12.07 21:19)
Das klingt ja, als wars ein sehr lustiger und sehr gelungener Abend.
Und hey, warum habt ihre den Opener bekommen? Den haben sie in Salzburg ganz weggelassen und ich dachte schon, der ist komplett aus dem Programm geflogen. Aber "Radio" als Einstieg hatte ja auch was.
Ich glaub ich muss mir nächste Woche gleich Karten für Mai besorgen...